Informationen über Kamerun

Die Republik Kamerun liegt an der Grenze zwischen West- und Zentralafrika. Im Westen grenzt sie an Nigeria, im Nordosten an den Tschad, im Osten an die Zentralafrikanische Republik und im Süden Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo. Kamerun hat eine Fläche von 475.442 km² und ca. 18.467.692 Einwohner.

Wegen seiner klimatischen, geografischen, kulturellen Vielfalt wird Kamerun auch „Afrika im Kleinen“ genannt – Von Strand über Wüste, Berge, Regenwald und Savanne ist alles zu finden.

In Kamerun existieren 286 verschiedene Kulturen und Volksgruppen. Die offiziellen Amtssprachen sind Französisch und Englisch.

Verglichen mit anderen afrikanischen Ländern ist Kamerun sowohl politisch, als auch sozial recht stabil. Trotzdem lebt ein großer Teil der Kameruner in Armut. Die meisten verdienen ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft (ca. 60%). Für Afrika hat Kamerun eine verhältnismäßig hohe Einschulungsquote.  Allerdings besuchen weniger Mädchen als Jungen regelmäßig die Schule. Gründe dafür sind kulturelle Gewohnheiten, Aufgaben im Haushalt, frühe Eheschließungen, Schwangerschaften und sexuelle Übergriffe. Insgesamt sind die Schulen im Süden Kameruns besser besucht. Auch sind dort mehr Lehrer angestellt, wohingegen die Schulen im Norden chronisch unterversorgt sind.

Der Qualitätsstandard der Gesundheitsversorgung lässt zu wünschen übrig. Außerhalb der größeren Städte sind die Einrichtungen oft schmutzig und schlecht ausgestattet.
( Quelle: wikipedia )

Unser Startpunkt: Djalingo

Djalingo liegt im Nordosten der Provinz Adamawa in Kamerun. Es leben dort 395 Menschen, die sich aus zwei unterschiedlichen Ethnien zusammensetzen. Die Bororos, die als Nomaden trditionell von ihren Kühen leben und die Gbayas, die überwiegend Landwirte sind. 1932 ließen sich die ersten Nomaden wegen des guten Weidelandes in diesem Gebiet nieder, allerdings kamen viele von ihnen 1972 bei einer Cholera-Epedemie ums Leben. 1984, zwölf Jahre später bekam das Dorf durch Unicef einen Brunnen und somit Trinkwasser. Außerdem ließ der Staat eine Schule bauen, die jedoch lediglich aus einem Raum besteht. Heute werden fünf verschiedene Klassen von zwei Lehrern im selben Raum gleichzeitig unterrichtet. Die nächstgelegene Stadt, Meiganga, ist ungefähr zwei Stunden Fußmarsch entfernt.

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Wie alles begann

Schon als Kind hatte Jacques davon geträumt, Diplomat zu werden und Kinderheime zu bauen. Er war es gewohnt, viele Kinder um sich zu haben, da er selbst mit acht adoptierten Geschwistern aufwuchs.
Doch erst lange Zeit später (2005) wurde die Idee zu helfen konkreter. Jacques hatte bereits vier Jahre Politikwissenschaften in Aachen studiert und konnte das erste Mal wieder, gemeinsam mit Julia, seiner Verlobten, seine Familie in Kamerun besuchen.
Im selben Jahr, einige Wochen nachdem sie dort geheiratet hatten, besuchten Marta und Jonas die beiden in Kamerun, um so sowohl Jacques Familie, als auch das Land, die Menschen und die Kultur selbst kennen zu lernen. Marta und Jonas schlugen vor, das Kinderheim in Djalingo zu bauen,ein kleines Dorf, das in der Nähe von Jacques’ Heimatstadt Meiganga liegt. Die Not der Menschen dort und die guten Beziehung zwischen Jacques und dem König von Djalingo machten das Dorf zum geeigneten Startpunkt.

Im Juli 2006 begannen sie, sich regelmäßig in Aachen zu treffen, um durch Planung und Gebet das Projekt weiter voran zu bringen. Das Team erweiterte sich im selben Jahr durch Juan, Martas jetzigem Mann.

Nach einigen Nachforschungen über Waisenkinder und Waisenhäuser in Kamerun und Gesprächen mit Leuten, die Erfahrungen in ähnlichen Projekten in Afrika gesammelt hatten, erweiterte sich die Vision und nahm Konturen an. Ihnen wurde klar, dass die Idee eines Kinderheims nicht unbedingt der beste Weg zur Hilfe ist. In Kamerun ist es eher üblich, dass verarmte und unterprivilegierte Kinder von Verwandten oder Freunden versorgt werden, wenn sich deren Eltern nicht selbst ausreichend um ihre Versorgung kümmern können bzw. die schulische Ausbildung an einem anderen Ort besser ist. Deshalb sieht es das Team als bessere Alternative an, die Familien zu unterstützen, so dass sie dadurch ihre Kinder selbst ernähren können. Auf diesem Weg sollen besonders auch Waisenkinder aufgefangen werden.

Nach weiteren Besuchen in Djalingo entwickelte sich die Vision weiter. Ihnen wurde bewusst, dass nicht nur die bedürftigen Kindern, sondern praktisch die gesamte Dorfgemeinschaft an Mangelernährung leidet und unterprivilegiert ist. – Für sie ist für sie der Zugang zu ausreichender medizinischen Versorgung und zu Bildung erschwert.
Zudem erfuhr das Team, dass zur selben Zeit besonders viele Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten (Tschad und Zentralafrikanische Republik) in dieses Gebiet flohen und nun unter extrem schlechten Bedingungen leben müssen.
So kam es zu einer Erweiterung ihrer Ausrichtung. Obwohl das Projekt ursprünglich nur an Kinder gerichtet war, beschlossen sie, ebenfalls kommunale Projekte zu fördern, die auf die Unterstützung von sozial schwachen und unterprivilegierten Familien abzielen.

Gemeinsam mit ihren Freunden Martin und Beate Strösser wurde im Mai 2008 der Verein Mount Carmel e.V. gegründet.

Jetzt arbeitet das Team entschlossen daran, den Traum, weniger privilegierten Menschen Hoffnung und Freude zu geben, Realität werden zu lassen.